Es gibt Gespräche, die einen noch lange begleiten – nicht, weil sie spektakulär wären, sondern weil sie so ehrlich, klar und menschlich sind. Genau so war das Interview mit Manuela Motzel, systemische Familientherapeutin und Coachin, die Hypnose inzwischen fest in ihre Arbeit integriert.
Schon bevor die Aufnahme startete, war spürbar, wie sehr uns beide das Thema innere Entwicklung beschäftigt. Und wie sehr Hypnose uns auf diesem Weg geprägt hat – sowohl persönlich als auch beruflich.
Warum Hypnose einen so besonderen Raum öffnet
Manuela beschreibt im Interview, dass sie durch Hypnose eine völlig neue Art von innerer Sicherheit erlebt – besonders im Umgang mit schwierigen Gefühlen. Sie spricht davon, dass Emotionen für sie zu Wegweisern geworden sind und nicht mehr wie Hindernisse wirken, vor denen man sich schützen muss.
Diese innere Haltung entwickelte sich für sie Schritt für Schritt – und Hypnose war ein wesentlicher Bestandteil davon .
Was ich an diesem Moment im Gespräch besonders berührend fand: Sie erzählt, dass sie selbst in intensiven Situationen heute eine neue Klarheit in sich spürt. Ein Gefühl von „Ich weiß, wie ich den nächsten Schritt gehe“, das früher so nicht da war .
Hypnose als Weg zu mehr Präsenz mit sich selbst
Ein Satz von Manuela blieb mir besonders lange im Kopf:
„Es ist ein stetig wachsendes Vertrauen in sich selbst.“
– Manuela Motzel
Hypnose wird im Interview nicht als Technik dargestellt, die etwas „wegnimmt“ oder „beseitigt“. Sondern vielmehr als ein Zugang zur eigenen inneren Welt – zu Bildern, Emotionen, Anteilen und Ressourcen, die ohnehin da sind.
Manuela beschreibt, wie hilfreich es für sie und ihre Klient:innen ist, mit inneren Bildern zu arbeiten, dem inneren Team, dem inneren Kind und all den inneren Räumen, die in der leichten Trance so viel zugänglicher werden .
Sie sagt auch, dass viele Menschen durch diese Arbeit wieder handlungsfähig werden – nicht weil Hypnose Probleme „löst“, sondern weil sie einen neuen Zugang zu den eigenen Möglichkeiten eröffnet.
Wie Manuela Hypnose in ihre therapeutische Arbeit integriert
Im Gespräch erzählt sie, dass selbst ihre systemische Aufstellungsarbeit inzwischen „in hypnotischer Art und Weise“ stattfindet – also direkt im inneren Erleben der Menschen, ohne äußere Stellvertretung .
Die Hypnose, die sie dabei nutzt, basiert auf der Art von Trance, die sie in meiner Ausbildung kennengelernt hat:
Eine sanfte, leichte, innere Hypnose ohne Suggestionen.
Manuela betont, wie sehr diese Arbeitsweise ihrer eigenen Haltung entspricht und weshalb sie sich so stimmig in ihre Methoden einfügt .
Warum sie trotz großer Vorerfahrung die Hypnoseausbildung gemacht hat
Manuela war vor der Ausbildung bereits bestens etabliert in ihrem Business und hatte sogar eine hypnosystemische Ausbildung. Warum also noch eine weitere?
Sie beschreibt zwei Gründe:
- Die persönliche Erfahrung aus dem 1:1 mit mir
Diese Arbeit hat sie überzeugt und neugierig gemacht, die Hintergründe und Strukturen dahinter selbst zu lernen . - Die Wirkung auf ihre eigene Entwicklung
Sie erklärt offen, dass Hypnose für sie ein kontinuierlicher Begleiter war – ein Raum, in dem sie sich ihren eigenen Themen zuwenden konnte, um für ihre Klient:innen klar und präsent zu bleiben, gerade weil sie selbst täglich Menschen begleitet .
Was Hypnose für die berufliche Entwicklung bedeuten kann
Spannend war für mich, wie deutlich sich in unserem Gespräch zeigt, dass Hypnose nicht nur im Coaching oder therapeutischen Kontext eine Rolle spielt, sondern auch im Business.
Manuela beschreibt, wie sie neue Stärke in sich entdeckt hat – in Konflikten, in unternehmerischen Entscheidungen und in Situationen, die früher eher überwältigend waren. Heute spürt sie eine innere Struktur und Klarheit, die ihr hilft, mit ihren Emotionen bewusster umzugehen .
Ich fand es so schön zu hören, wie sehr sie diese Veränderung nicht als „Ergebnis“ begreift, sondern als einen Weg, der sich organisch entfaltet, wenn man mit dem eigenen Unterbewusstsein arbeitet.
Was in der Hypnoseausbildung für sie besonders wertvoll war
Manuela erzählt, dass sie die Inhalte sofort anwenden konnte – schon nach den ersten Workshops. Sie spricht davon, wie schnell sich das Gelernte in ihren Alltag und ihre Arbeit integriert hat und wie natürlich es sich anfühlt, Hypnose mit ihren bestehenden Methoden zu verbinden .
Was mich selbst im Gespräch überrascht hat:
Sie beschreibt, dass die Workshops für sie nicht erschöpfend, sondern energiegebend waren – inspirierend, verbindend und sofort praktisch nutzbar .
Ihr persönliches Fazit nach der Ausbildung
Gegen Ende des Interviews habe ich Manuela gefragt, wie sie rückblickend auf die Hypnoseausbildung schaut.
Ihre Antwort war warm, klar und direkt:
Sie würde sich jederzeit wieder anmelden und feiert ihr früheres Ich dafür, dass es diese Entscheidung getroffen hat.
Hypnose sei für alle, die beratend oder begleitend arbeiten und sich von innerer Entwicklung angezogen fühlen, eine echte Bereicherung.
Fazit: Hypnose als tiefer, sanfter Weg zu dir selbst
Dieses Gespräch hat für mich wieder einmal gezeigt:
Hypnose ist kein Werkzeug, das „etwas repariert“.
Sie ist ein Zugang – zu inneren Räumen, zu Klarheit, zu Emotionen, die gesehen werden wollen.
Manuela bringt es im Gespräch auf den Punkt:
Sie ist für sie zu einem Weg geworden, handlungsfähig zu bleiben, bewusst zu werden und in sich selbst ein stetig wachsendes Vertrauen zu finden.
Hör dir meine Podcast-Folge dazu an, wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest!