Eine Frage am Tag: Träume ich oder bin ich wach?

Träume ich oder bin ich wach?

Diese Frage klingt erstmal komisch und für viele wird die Antwort sofort klar sein. Wenn man sich diese Frage aber mehrmals täglich stellt und das an mehreren Tagen hintereinander, dann taucht sie meistens auch im Schlaf auf, also wenn wir tatsächlich träumen.
Diese Frage stammt aus dem Bereich der Schlafstörungen und Albtraumbehandlung und kann äußerst wirkungsvoll sein. In unseren Träumen verarbeiten wir Erlebnisse der letzten Tage, alles was wir gesehen, gehört, gelesen, gedacht oder gefühlt haben, kann potentiell in unseren Träumen auftauchen und vermischt sich mit Erinnerungen oder früheren Träumen. Es handelt sich dabei um einen Verarbeitungsprozess und man geht davon aus, dass in dieser Zeit Gedächtnisinhalte gebildet werden.
Je nachdem, was uns gerade bewegt oder was wir erlebt haben, sind Träume aber nicht unbedingt positiv. In manchen Lebensphasen entwickeln sich schlimme Albträume, die unsere Stimmung stark beeinflussen. Wahrscheinlich kennt das jeder. Dabei kann diese Frage helfen, denn wenn sie dann nach einigen Tagen im Schlaf auftaucht, realisiert man, dass man träumt und kann aufwachen. Auch wer das luzide Träumen ausprobieren will, also sich während des Traums darüber bewusst zu werden, dass man träumt und dann aktiv im Traum zu handeln, kann es mit dieser Frage probieren. Luzides Träumen macht übrigens großen Spaß und es lohnt sich auf jeden Fall, es mal auszuprobieren.

Hinweis: Wenn Sie unter akuten Albträumen oder Schlafstörungen leiden, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Psychotherapeuten.

2 Gedanken zu „Eine Frage am Tag: Träume ich oder bin ich wach?

  1. André sagt:

    Bewusstes Träumen hört sich gut an.

    Aber ich finde die Frage auch generell interessant, da das alltägliche Leben auch manchmal wie im Traum abläuft. Häufig können wir doch das was um uns herum geschieht nicht beeinflussen, was zu Passivität führen kann.

    Ich mag die Frage daher auch um sich bewusst zu werden, dass man sein eigenes Leben trotz aller Umstände doch selbst lenken kann, sofern man aktiv ist und nicht wie im Traum einfach geschehen lässt.

  2. Stefanie Burgard sagt:

    von Kindheit an kann ich oft nicht unterscheiden, was Traum war oder Realität ist.
    Bis heute ist es so geblieben und hat sogar schon zu Ärger in unserer Beziehung gegeben.
    Mittlerweile kann mein Partner damit umgehen und wir kommen klar.
    Die Vorstellung, ganz bewusst auf Träume einzuwirken, fasziniert mich.

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