Selbstfürsorge ist kein einmaliges Projekt
Vielleicht hast du die erste Podcastfolge zum Thema Selbstfürsorge schon gehört. Dort ging es darum, deine aktuelle Situation ehrlich zu betrachten:
Welche Aktivitäten geben dir Kraft?
Was raubt dir Kraft?
Was wünschst du dir für deinen Alltag?
Wie sieht deine Vision aus?
Diese Übung ist kein einmaliges To-do, sondern etwas, das dich durch dein Leben begleitet. Wünsche, Bedürfnisse und Lebensumstände verändern sich – und deine Selbstfürsorge darf sich mitverändern.
Ich selbst überprüfe alle paar Monate, wo ich stehe und was sich in meinem Alltag verändert hat. Diese Reflexion hilft mir, meine Selbstständigkeit, meine Arbeit und mein Familienleben immer wieder neu auszurichten – und mich nicht zu verlieren in all dem, was zu tun ist.
Veränderung gehört dazu
Selbstfürsorge heißt auch, zu erkennen, wenn etwas nicht mehr passt.
Vielleicht merkst du, dass du auf eine bestimmte Weise arbeitest, die dich früher erfüllt hat – und heute nur noch anstrengt.
Oder dass ein Projekt, das dir einst wichtig war, nicht mehr deinem jetzigen Leben entspricht.
Es braucht Mut, das zu sehen und loszulassen. Aber genau darin liegt Selbstfürsorge: dich selbst so ernst zu nehmen, dass du alte Wege verlassen darfst.
Die Erlaubnis, dich an erste Stelle zu setzen
Einer der wichtigsten, aber oft übersehenen Aspekte von Selbstfürsorge ist das Thema Erlaubnis.
Darfst du dir selbst Zeit nehmen?
Darfst du dich an erste Stelle setzen?
Darfst du dich um dich kümmern – ohne schlechtes Gewissen?
Viele von uns haben gelernt, dass Fürsorge für andere wichtiger ist als Fürsorge für sich selbst. Besonders als Therapeutin, Coachin, Beraterin oder Mutter gerät das eigene Wohlbefinden schnell aus dem Blick.
Doch du darfst dir erlauben, dich um dich selbst zu kümmern.
Du darfst Pausen machen.
Du darfst Nein sagen.
Und du darfst dich wichtig nehmen – einfach, weil du es bist.
Mach gerne eine kleine Übung:
Schließ für einen Moment die Augen, leg die Hand auf dein Herz und sag dir:
„Ich darf mich an erste Stelle setzen.
Ich darf mir Zeit nehmen.
Ich erlaube mir, gut für mich zu sorgen.“
Diese bewusste Erlaubnis ist kein esoterischer Satz – sie ist der Beginn einer Haltung, die dein Leben verändert.
Warum Erlaubnis so tief reicht
In vielen Coachings und therapeutischen Gesprächen sehe ich:
Wenn Menschen keine Veränderung zulassen, liegt es oft daran, dass sie sich innerlich keine Erlaubnis geben.
Das kann tiefe Wurzeln haben – in Kindheitserfahrungen, Prägungen oder gesellschaftlichen Normen. Vielleicht hast du gelernt, dich zurückzunehmen, um Harmonie zu bewahren oder Erwartungen zu erfüllen. Dann fühlt sich Selbstfürsorge heute fast „verboten“ an.
Hier hilft es, tiefer zu schauen – manchmal mit Hypnose oder innerer Arbeit, um diese unbewussten Muster aufzulösen. Denn Selbstfürsorge ist nicht nur eine Entscheidung, sondern oft auch Heilungsarbeit.
Was bedeutet Selbstfürsorge für dich persönlich?
Was gibt dir Energie?
Was bringt dich in Balance?
Für manche ist es ein heißes Bad oder ein Spaziergang in der Natur, für andere Yoga, Tagebuchschreiben oder ein Abend mit Freunden.
Wichtig ist nicht, was du tust, sondern dass du weißt, was dir wirklich guttut – und es regelmäßig tust.
Schreib dir gerne eine Liste:
- Welche Aktivitäten geben dir Kraft?
- Wann fühlst du dich bei dir selbst angekommen?
- Welche kleinen Rituale kannst du in deinen Alltag integrieren?
Diese Liste ist dein persönlicher Kompass. Und sie darf sich verändern – so wie du dich veränderst.
Fazit: Selbstfürsorge ist gelebte Selbstachtung
Selbstfürsorge ist kein starrer Zustand, sondern eine Haltung.
Sie bedeutet, dich selbst ernst zu nehmen, dich zu spüren, hinzuschauen und ehrlich zu bleiben.
Und sie beginnt mit einer einfachen, aber kraftvollen Entscheidung:
Du darfst.
Hör dir meine Podcast-Folge dazu an, wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest!