Nicht schwanger zu werden und den unerfüllten Kinderwunsch mit sich herumtragen zu müssen, ist für viele Frauen und Paare ein sehr schwierige und belastende Phase.

In unserem medizinischen System werden bei diesem Thema die körperlichen Prozesse sehr stark berücksichtigt und es wird mit verschiedenen Methoden versucht, der Fruchtbarkeit auf die Sprünge zu helfen. Was dabei aber oft übersehen wird, sind die möglichen psychischen Ursachen für eine verminderte Fruchtbarkeit. 

Denn unser Körper ist ein Meister darin innere Themen über den physischen Weg zu kompensieren – was auch zu einer geminderten Fruchtbarkeit führen kann.

Höre dir diese Folge unbedingt an, wenn dein Wunsch gerade unerfüllt ist oder du eine Freundin oder Bekannte hast, die schon so viel versucht, aber einfach nicht schwanger wird.

Unsere Gesellschaft hat gelernt sich auf die körperlichen Symptome zu konzentrieren, wenn es darum geht, das etwas bei uns nicht funktioniert. So werden psychische Aspekte bei unerfülltem Kinderwunsch als quasi nicht existent abgetan.

So sehe ich oft, dass Frauen sich in Kinderwunschkliniken begeben und mit Hormontherapien beginnen, aber psychische Ursachen werden außer acht gelassen.

Vorab: Voraussetzung für die Infos in diesem Artikel, bzw. dieser Podcastfolge, ist, dass du körperlich gesund bist. 

Und noch eine Sache gleich zu Beginn: Ich will die medizinischen Möglichkeiten, welche viele tolle Kinder zur Welt gebracht haben, nicht schlecht machen. Eine Kinderwunschbehandlung kann in vielen Situationen Sinn machen und hat schon sehr vielen Menschen geholfen. 

Aber bevor man eine solche Behandlung in Betracht zieht, lohnt es sich, den Blick einmal bewusst nach innen zu richten. Denn oft sind es innere, psychische Themen, die uns von unseren Zielen abhalten oder bspw. die Fruchtbarkeit herabsetzen. Wir wissen zum Beispiel schon lange aus Experimenten mit Tieren, dass Stress die Fruchtbarkeit herabsetzen kann.

Bevor du nun also in Schuldgefühlen versinkst und denkst keine richtige Frau und nicht vollständig zu sein, weil du nicht schwanger wirst, lass dir folgendes gesagt sein:

Du kannst nichts dafür und machst nichts falsch. Aber du kannst hingucken und herausfinden, was die psychischen Ursachen dafür sein können.

Wenn du für dich entschieden hast und lieber direkt eine andere Behandlung machen möchtest, dann ist das natürlich vollkommen in Ordnung. Aber ich möchte dich aus eigener Erfahrung heraus dazu ermutigen, dir die folgenden drei Bereiche einmal genauer anzusehen.

Stress

Stress ist mit Abstand eine der wichtigsten Ursachen, die die Fruchtbarkeit sinken lassen. (Im übrigen auch bei Männern.)

In der Medizin und Psychologie ist das tatsächlich schon lange bekannt. So wurde das Sinken der Fruchtbarkeit bereits in Tests mit Mäusen aufgezeigt. Je mehr Stress sie ausgesetzt waren, desto niedriger war ihre Fruchtbarkeit.

Und dennoch scheinen es die wenigsten zu wissen.

Stress kann sehr viele Gesichter haben:

  • Wir können im Job gestresst sein.
  • Vielleicht läuft die Beziehung auch gerade nicht so rund,
  • oder die Schwiegerfamilie übt Druck aus.
  • Vielleicht wirst du aber auch oft mit Erwartungen konfrontiert, die du einfach nicht erfüllen möchtest.

Wenn die Situation (gerade auch derzeit) von unserem Körper und unserem Unterbewusstsein als zu stressig und gefährlich eingestuft wird, dann kann es sein, dass die Eizelle nicht erst befruchtet wird oder erst gar keine Eizelle freigesetzt wird.

Sicher kann man zwar mit Hormonen nachhelfen, aber es ist sinnvoller, die Ursache herauszufinden. Vielleicht gibt es auch gute Gründe, warum dein Unterbewusstsein eine Schwangerschaft gerade verhindert, die du aber noch gar nicht greifen kannst. Das heißt nicht, dass du nie schwanger wirst. 

Ich bin mir sicher, dass es einen Sinn hat, wenn der Körper gerade nicht so will, wie wir das wollen. Gib ihm also Zeit und lerne dich selbst besser kennen und löse ggf. deine Themen. Beispielsweise mit Selbsthypnose. Das ist deutlich nachhaltiger, als eine Schwangerschaft erzwingen zu wollen.

Schaue dir die Stressoren in deinem Leben mal genau an.

Was belastet dich gerade?
Welche Infos gibt dir dein Körper vielleicht auch gerade?

Glaubenssätze und Ängste

Welche persönliche Ängste oder Glaubenssätze trägst du in dir, die eine Schwangerschaft und Mutter-Sein eigentlich als unpassend, gefährlich, geschäftsschädigend,… einstufen? Egal ob eigene oder aus der Familie.

Sicher fällt das auch ein Stück weit und den vorherigen Punkt ‚Stress‘, aber dieser Bereich ist unglaublich weitreichend.

Ängste können den Körper extrem beeinflussen.

Oft wird das auch als Psychosomatik betrachtet.

Leider erfolgt dann so oft eine Symptombehandlung, anstelle der Ursachenforschung.

Kind als Retter aus der Not

Es kann auch durchaus vorkommen, dass das Kind als Retter aus einer unangenehmen Situation gesehen wird. Anstatt sich der Situation zu stellen und für sich selbst einzustehen, wird darauf gehofft, endlich schwanger zu werden, um den Problemen zu entfliehen.

Ein Beispiel.
Vielleicht ist eine Frau super unzufrieden in ihrem Job. Anstatt zu kündigen und sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen, denkt sie sich, dass sie es noch so lange aushält, bis sie schwanger wird und ohnehin erstmal Abstand zum Unternehmen gewinnt.

Das macht der Körper oft nicht mit, denn ein Kind ist kein Retter. 

Hier ist es wichtig, raus aus der Opferrolle zu kommen, für dich einzustehen und in die Verantwortung zu gehen. 

Wo fühlst du dich als Opfer und wie kannst du das ändern?

Was noch sehr hilfreich sein kann

Schreibe täglich deine Gedanken auf. Gern in Form eines Journals oder Tagebuch.

  • Warum wünscht du dir ein Kind?
  • Warum willst du schwanger werden?
  • Was sind all deine Gedanken rund um dieses Thema?

Das kann Klarheit bringen und Glaubenssätze deutlich zeigen.

Es geht vor allem darum zu verstehen, was hinter dem unerfüllten Kinderwunsch steht und um Verständnis für dich und deinen Körper zu gewinnen. Und nicht nur darum, schwanger zu werden.

Ich kann Dir nicht versprechen, dass Du mit dieser inneren Arbeit schwanger wirst, aber der Blick nach innen lohnt sich sehr. 

Und wenn ich dich unterstützen und dir dabei helfen kann, dann melde dich sehr gerne bei mir.

Wenn Du Dich beruflich weiterentwickeln und regelmäßige Tipps zu Deiner Selbstständigkeit erhalten möchtest, abonniere meinen Newsletter

Kinderwunsch