Wie kann ich eigentlich meine Elternzeit sinnvoll planen?
Wie kann ich das meiste aus dieser Zeit machen?
Was will ich eigentlich wirklich?
Wie kann ich den Wiedereinstieg gestalten?

Die sind einige der Fragen, die sich werdende Mütter zu Beginn und während ihrer Schwangerschaft stellen.
Dabei muss es gar nicht kompliziert sein.

Ich gebe dir heute drei Schritte mit auf den Weg, wie du deine Elternzeit optimal gestalten und planen kannst:

Wie du deine Elternzeit sinnvoll planst 

Gute Planung ist nicht nur einer der Kernaspekte im Job, sondern auch in der Elternzeit.

Leider sehe ich bei uns Frauen immer wieder, dass es da noch deutlichen Bedarf in der Vorbereitung, Struktur und Organisation gibt.

Plane also frühzeitig deine Elternzeit und stelle so auch sicher, dass durch diese Zeit kein Karriereknick entsteht. Wenn du alles gut organisiert hast, dann behältst du auch nach der Elternzeit noch deinen Marktwert und musst dich auf keinen Fall unter Wert verkaufen, nur weil du eine Weile nicht gearbeitet hast.

Oft werden Fähigkeiten von Müttern sogar sehr geschätzt. Denn was uns ausmacht sind Multitasking, Belastbarkeit, auch unter Stress und  mit hohem Lautstärkepegel klar denken können, und meisterhaft verschiedene Sachen zeitgleich jonglieren zu können.

Und auch eine Sache, die oft mit einer falschen Annahme einhergeht: Du musst nicht zwingend da weitermachen, wo du aufgehört hast.

In der Elternzeit hast du jede Menge Zeit zum nachdenken. Bist du noch zufrieden mit den Konditionen und Bedingungen? Was wünscht du dir beruflich?

Falls nicht, ist es die beste Zeit, um auf Jobsuche zu gehen.  Du hast nichts zu verlieren und es kann nichts passieren. Solange du nicht gekündigt hast, kannst du dich in aller Ruhe umschauen und dich bewerben. Im Zweifel kannst du immer noch in deinen alten Job zurückgehen.

Wie kannst du nun aber deine Elternzeit optimal gestalten?

Schritt 1: Schreibe auf, was dir wichtig ist

Der erste Schritt ist ganz eindeutig: Klarheit.
Schreibe dir auf, was du dir eigentlich wünschst. Übrigens auch gern schon, wenn du bereits eine Schwangerschaft planst.

Lass dich dabei nicht von Rollenerwartungen oder Restriktionen deines Umfelds oder der Gesellschaft leiten. Ebenso solltest du nicht aus der Vernunft oder den Finanzen heraus überlegen, sondern wirklich auf DEIN Gefühl hören. Es gibt heute unzählige Möglichkeiten, die Elternzeit zu gestalten. Schreibe also erstmal alles auf. Anpassen kannst du es später immer noch.

  • Wünscht du dir eine kurze oder lange Elternzeit?
  • Möchtest du dann wieder voll oder schrittweise einsteigen?
  • Möchtest du zwei oder drei Jahre Elternzeit machen, weil du gern so lang wie möglich beim Kind sein möchtest oder vielleicht vorher noch gar keinen Kita-Platz bekommst?

Wenn du für dich Klarheit hast, dann bespreche im Anschluss, was sich dein Partner oder deine Partnerin wünscht. Und beziehe auch die Wünsche der späteren Bezugs- und Betreuungspersonen mit ein.
Das ist auch Bezug auf die Berechnung des späteren Elterngeldes wichtig.

Fragt euch auch, welchen anderen Bedingungen mit einberechnet werden.

  • Ab wann haben wir Anspruch auf einen Kita-Platz?
  • Wie viel Elterngeld kann ich in welchen Konstellationen bekommen?
    Mache dir hier einen Überblick über sämtliche Einnahmen und Ausgaben. (Wie viel Geld hast du? Wie viel Geld brauchst du? Wie viel Geld musst du vllt noch zurücklegen? Empfehlenswert ist es gerade in diesem Punkt einen Termin bei der Elterngeldstelle zu machen. Ich habe dort sehr gute Erfahrungen machen können.

Schritt 2: Gespräch mit Chef/in suchen: Wie stellst du dir die Elternzeit vor und was würdest du dir wünschen

Sobald du schwanger bist, suche zeitnah das Gespräch mit deinen Vorgesetzten.

Bespreche mit ihm/ihr wann und wie du gern weitermachen möchtest und wie du dir den Wiedereinstieg vorstellst.

Habe zwar schon deine eigenen Ideen, aber sei auch offen für Vorschläge. Dein Gegenüber spürt deutlich, ob du schon alles für dich entschieden hast, oder auch gern von seinen Ideen und Erfahrungen profitieren möchtest.

In diesem Gespräch solltest du allerdings noch keine Zugeständnisse machen. Es ist absolut in Ordnung und auch ratsam, das dann nochmal mit deinem Partner zu besprechen und dann nochmal abschließend alles mit deinen Vorgesetzten zu klären.

Schritt 3: Regelmäßig Kontakt zu deinem Arbeitgeber oder deinen Vorgesetzten halten

Aus den Augen – aus dem Sinn. Das gilt nicht nur im privaten Umfeld, sonder auch im beruflichen.

Ich weiß, dass es unbequem sein kann den Kontakt zu halten und man gerade rund um die Geburt wirklich andere Dinge im Kopf hat, aber man macht sich den Wiedereinstieg dadurch um einiges leichter.

Melde dich ca. einmal im Quartal. Rufe kurz an oder schreibe eine Mail. Entweder du überlegst dir eine Frage oder du sagst einfach, dass du weiter am Unternehme interessiert bist und gern in Kontakt bleiben möchtest. Hauptsache ist, dass du weiterhin sichtbar bleibst.

Melde dich dann spätestens ein halbes Jahr vor dem Wiedereinstieg und schaue, wie die aktuelle Lage ist. Dann kannst du aus einer guten Position heraus in die Gespräche und Verhandlungen gehen.

Wenn du dich die ganze Zeit (was ja durchaus auch Jahre sein können) nicht meldest, dann bist du aus Sicht der Firma erstmal abgetaucht gewesen. So ist das eine blöde Situation für dich und Forderungen deinerseits kommen meist nicht unbedingt gut an.

Auch als Selbstständige ist es wichtig, den Kontakt zu Kunden und Auftraggebern halten.

Werde hier gern kreativ und überlege, was zu dir und deinem Geschäftsmodell passt.

Z.B. kannst du hin und wieder Newsletter versenden und über Stand der Dinge berichten.

Vielleicht kannst Instagram oder Facebook nutzen und dort ein bisschen posten.

Oder du kannst Podcastfolgen und Blogbeiträge vorplanen.

Fazit

Deine Elternzeit muss nicht kompliziert sein und es entsteht auch nicht automatisch ein Karriereknick. Plane gut, sprich frühzeitig mit allen Beteiligten und bleibe in gutem Kontakt. Dann kannst du mindestens da weitermachen, wo du aufgehört hast.

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Elternzeit optimal gestalten