Ärger und Wut begegnen uns im Alltag immer wieder  – zum Beispiel wenn eine KollegIn uns kritisiert oder wir vom Vorgesetzten ungerecht behandelt werden. Für diese Podcast-Folge habe ich mich mit Ärger-Expertin Silvia Gunsilius vom „Stressmanagement-Guru”-Podcast unterhalten und mir ihre besten Tipps im Umgang mit Wut abgeholt. 

Wie entsteht Wut?

Oft kommt Wut aus einer Angst. Angst bietet genau drei Auswege: 1. sich totstellen, 2. weglaufen, oder 3. angreifen. Wut und Angst sind beides sehr starke Emotionen, die dafür sorgen, dass wir auf einmal Scheuklappen tragen. Wir sind für rationale Argumente nicht mehr empfänglich. Ärger ist auch ein Hinweis darauf, dass etwas nicht den eigenen Bedürfnissen entspricht, und hat daher, obwohl sich Ärger oft auf andere fokussiert, vor allem mit Deinen Bedürfnissen zu tun. 

Entspannungsmethoden als Umgangsweise mit Wut & Ärger 

„Rot sehen”, „ausrasten”, „austicken” – für Wut gibt es viele Begriffe, aber vor allem einen Ausweg: Entspannungsmethoden. Ob Du nun mit dem falschen Fuß aufgestanden oder einfach unmotiviert bist – eine schlechte Grundstimmung ist der optimale Nährboden für Wut. Und dem kannst Du entgegenwirken, indem Du eine Entspannungstechnik wie zum Beispiel Selbsthypnose, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung erlernst, die Dir gut tut. Außerdem solltest Du Dich selbst beobachten und versuchen festzustellen, wo Deine wunden Punkte liegen, was Dich besonders schnell auf die Palme bringt. Dafür kannst Du Dir auch ein „Wut-Tagebuch” zulegen und festhalten, wann Du wütend warst. Vielleicht fällt Dir dann auch das „Warum” auf. 

Wie gehe ich mit Wut um?

Der Chef hat einen blöden Kommentar abgelassen, ein Kollege muffelt herum und gibt destruktive Kritik? Es ist nicht immer einfach, in einer solchen Situation passend zu reagieren. Und so tragen wir die Wut aus einem Kontext weiter mit uns herum und kommen in eine regelrechte Wutspirale. Stress ist Ärger – und Ärger ist Stress. Und der Weg aus dieser Spirale ist Differenzierung: was andere Personen sagen, nimmst Du vielleicht persönlich, oft hat es aber mit Dir als Person gar nichts zu tun, sondern mit der Tagesform, dem Background oder persönlichen Tiefpunkten des Anderen. In einem anderen System herrschen auch andere Maßstäbe als in Deinem, so dass unbeabsichtigt die wunden Punkte getroffen werden können.

Ärger und Wut – muss ich das aushalten?

Je nachdem, wo Dir Ärger und Wut begegnen, baut sich ein hoher Druck auf. Um Dir diesen Druck zu nehmen, kannst Du Dir klarmachen, dass Du eine Situation auch verlassen kannst. Ein Arbeitsplatz ist zum Beispiel auch nur ein Arbeitsplatz, den Du wechseln kannst. Manchmal passen Arbeitsplatz und Arbeitnehmer einfach nicht zusammen, und je eher Du Dir dessen bewusst wirst, dass Du auch kündigen kannst, umso eher entspannen sich Deine Nerven. Ein bewusster Umgang mit Wut und Ärger bringt Dir ein immenses Stück Lebensqualität, Du bleibst auch in schwierigen Situationen gelassener, bist bei Dir und glücklicher. 

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