Ob angestellt oder selbstständig – ohne Gehaltsverhandlungen trittst Du beruflich auf der Stelle. Du kannst und solltest eine finanzielle Anerkennung Deiner Leistung allerdings einfordern. Damit Du dabei erfolgreich bist, habe ich hier drei Tipps zu selbstbewusstem Verhandeln.

1. Baue innere Sicherheit auf

Wenn Du unsicher oder ängstlich in ein Verhandlungsgespräch gehst, zerstört das Deine Verhandlungsgrundlage und sorgt dafür, dass Du nicht Deine geballte Energie nutzen und gut argumentieren kannst. Wenn Du aus der Angst heraus handelst, hast Du eigentlich nur drei Möglichkeiten: Angriff, Flucht oder Totstellen. Und keine davon hilft Dir wirklich weiter, wenn Du demnächst eine höhere Zahl auf deinem Kontoauszug lesen möchtest. Für eine gute Verhandlung solltest Du in einen Zustand finden, in dem Du mit Dir zufrieden bist, Dich gut und sicher fühlst. Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Absage. Oft erleben Frauen es als Gesichtsverlust, wenn sie eine Gehaltserhöhung fordern und nicht bekommen. Aber was ist denn die Alternative? Gar nicht erst nach einem besseren Gehalt zu fragen? Darauf zu warten, dass der Chef dich von alleine besser bezahlt?

Die männlichen Kollegen sind dabei oft konsequenter, äußern schon im Bewerbungsgespräch, dass sie eine gewisse Gehaltsentwicklung erwarten und lassen sich diese auch im Vertrag festhalten – ein guter Tipp, falls Du demnächst eine neue Stelle annehmen solltest. Und Kollegen ohne entsprechende Klausel im Vertrag kommen auch nur an eine Gehaltserhöhung, indem sie danach fragen.

Nicht immer knüpft ein Vorgesetzter eine Beförderung an eine Gehaltserhöhung. Doch was bringt Dir die Ehre einer Beförderung, wenn Du damit weder Miete noch Kita-Gebühren oder einen wohlverdienten Urlaub finanzieren kannst? Lass Dich also nicht mit einer Fortbildung oder einem schöneren Büro abspeisen.

2. Gehaltsverhandlungen selbstbewusst führen

Du kennst das bestimmt: ein Verhandlungsgespräch, eine Kündigung oder etwas anderes steht an – und schon Wochen vorher kreisen Horrorszenarien in Deinem Kopf. Du malst Dir die schlimmsten Reaktionen und Ausgänge eines solchen Gespräches aus, weißt ganz genau, was alles furchtbar werden könnte. Du kreierst dadurch allerdings eine selbsterfüllende Prophezeiung, weil Du schon voller Angst in das Gespräch gehst. Wie wäre es damit, dass Du Dir einmal vorstellst, wie toll das Gefühl ist, wenn Du dann die Gehaltserhöhung bekommst? Stell Dir vor, wie Du selbstbewusst auftrittst und für Dich und Deine Ziele einstehst. Dadurch strahlst Du dann auch im Gespräch innere Sicherheit, Selbstbewusstsein und Klarheit aus. Um Deine Muster zu durchbrechen, kann Dir übrigens Selbsthypnose helfen.

3. Verschaffe Dir Klarheit

Das gilt für Deine Stärken als auch für Dein Ziel im Verhandlungsgespräch. Schreibe Dir immer wieder Deine Stärken und Leistungen auf. Was hast Du gut gemacht und abgeliefert? Wie viel Gehalt möchtest Du zukünftig erhalten? Denke daran, dass Du auf den Betrag 30% als Verhandlungsspielraum draufschlägst. Und natürlich sollte Deine Forderung nicht überzogen sein. Um Dich diesbezüglich abzusichern, solltest Du recherchieren, was in Deinem Berufsfeld und mit Deiner Berufserfahrung normalerweise gezahlt wird. Übrigens kann es sein, dass als Gegenleistung für die Gehaltserhöhung zusätzliche Tätigkeiten gefordert werden können. Überlege Dir dazu vorab, welche Tätigkeiten für Dich okay sind – und welche nicht.

Höre Dir für weitere Informationen zu selbstbewusstem Auftreten in Gehaltsverhandlungen unbedingt noch einmal die ganze Folge an.

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