Gibt es Aufgaben oder Themen, die Du immer wieder vor Dir her schiebst? Hat sich dadurch mittlerweile schon ein innerer Druck oder sogar Angst aufgebaut? Wünschst Du Dir eine Methode, mit der Du diese Themen in Angriff nehmen kannst und Deine Ängste und Aufschieberei überwindest?

In diesem Beitrag erfährst Du:

– warum es uns so schwer fällt bestimmte Dinge anzugehen

– wie Du die Angst vor bestimmten Themen überlistest

– wie Du den Anfang schaffst

– wie Du mit wenig Zeit Deine Ziele erreichst

– wie Du ganz nebenbei Dein Selbstvertrauen stärkst und Dein Leben verbesserst

Ich habe eine sehr wirksame und simple Methode für Dich, mit der Du Deine Themen endlich angehen kannst und auch noch ganz nebenbei Dein Selbstvertrauen stärkst. Du musst Dir zwar vor allem am Anfang noch einen kleinen Anschubser geben, aber mit der Methode machst Du es Dir so leicht, dass Du Deine Themen endlich angehen kannst und Dich damit auch nicht überforderst. Du trainierst damit das Anfangen und stellst Dich Deiner Aufschieberei.

Und hier die Methode:

Überlege Dir, welches Thema Du schon lange vor Dir her schiebst und Dich davor drückst. Und dann nimm Dir 20 Minuten Zeit und fang einfach damit an. Stell Dir einen Wecker und beginne an dem Thema zu arbeiten. Du schaffst es in 20 Minuten vielleicht nicht, das Thema abzuschließen, aber Du überwindest Deine Angst, an das Thema dran zu gehen und hörst auf es vor Dir herzuschieben. Dadurch, dass Du die Zeit auf 20 Minuten eingrenzt, wird das Projekt überschaubar und Du weißt, dass Du nur diese kurze Zeit durchhalten musst. Das gute Gefühl ein Thema endlich anzugehen, ist unbezahlbar. Und wahrscheinlich wirst Du erstaunt sein, wie viel Du in 20 Minuten erreichen kannst.

Wenn Du Deine Steuer vor Dir her schiebst, dann kannst Du in 20 Minuten Deine Unterlagen sortieren, Deine Belege heraussuchen und fehlende Informationen googeln. So hast Du einen großen ersten Schritt gemacht und der nächste Schritt wird viel leichter.

Wenn Du seit Langem Deinen Kleiderschrank ausmisten willst, Dich aber wegen der großen Kleiderberge nicht dran traust, dann kannst Du Dir in 20 Minuten ein Fach vornehmen und es aussortieren. So wird es in einem Teil Deines Schranks schon ordentlicher und Du hast den Anfang geschafft.

Wenn Du Dich davor drückst Deine Wohnung zu putzen, dann nimm Dir für 20 Minuten einen Raum vor und fang erst mal dort an. Wenn dieser Raum sauber ist, wirst Du stolz auf Dich sein und merken, dass es gar nicht so schlimm war.

Wenn Du Dich eigentlich bewerben willst, Dich aber immer wieder davor drückst, dann nutze die 20 Minuten, um ein Anschreiben aufzusetzen oder Deinen Lebenslauf zu erneuern. Wenn Du Dich 20 Minuten damit beschäftigt hast, wirst Du merken, dass es Dich weiterbringen wird, wenn Du endlich Deine Bewerbungen abschickst.

Warum es so schwer ist, den Anfang zu finden:

Es ist oft wahnsinnig schwer den Anfang zu finden, denn anzufangen kostet uns oft sehr viel Energie. Wir brauchen einen großen Kraftaufwand, um uns zum Anfangen zu zwingen. Wenn wir erst mal dabei sind, ist es meistens halb so wild.

Wenn Du die 20 Minuten Methode für die Themen nutzt, die Du sonst immer aufschiebst, wirst Du merken, dass die Tätigkeit an sich eigentlich gar nicht so schlimm ist. Nur Deine Angst davor macht es schlimm und bläst das Thema unnötig auf. Stell Dich dieser Angst, überwinde Deine Aufschieberei und fang einfach an.

Wenn Dir 20 Minuten zu lange vor kommen:

Wenn Dir 20 Minuten zu lange vor kommen und Dich immer noch zu viel Überwindung kosten, dann starte mit 5 Minuten und mach das jeden Tag. 5 Minuten Steuer jeden Tag, 5 Minuten ausmisten, 5 Minuten putzen, 5 Minuten Bewerbung schreiben, … Du brauchst damit vielleicht ein paar Tage, bis Du Deinem Ziel näher kommst und es klingt vielleicht im ersten Moment sinnlos sich für ein paar Minuten an eine Aufgabe zu setzen. Aber darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass Du anfängst und es schaffst, Dir den Anfang so leicht wie möglich zu machen. Und je begrenzter die Zeit ist, die Du Dir für eine Aufgabe setzt, desto leichter fällt es Dir anzufangen.

Wie Du Dir den Anfang noch leichter machst:

Zusätzlich zur Zeit solltest Du auch die Aufgabe eingrenzen, dann wird es noch leichter. Wenn Du Dich also an die Steuer setzen willst, dann nimm Dir 20 Minuten und überlege Dir vorher, was Du in dieser Zeit machen willst. Also wie oben im Beispiel könntest Du Dir vornehmen erst mal Deine Belege zu sortieren oder Deine Unterlagen herauszusuchen. So wirkt die große Aufgabe „Steuer“ auf einmal gar nicht mehr so angsteinflößend, da Du Dir nicht eine große, diffuse Aufgabe vornimmst bei der Du nicht weißt wo Du anfangen sollst. Sondern Du hast Dir einen Teilaspekt herausgegriffen, der klar umrissen ist und bei dem Dir auch klar ist, was Du zu tun hast.

Genauso wenn Du Deinen Kleiderschrank ausmisten willst. Dann nimm Dir nicht den ganzen Schrank vor, sondern nur ein Fach. So vermeidest Du, dass Du nach 20 Minuten im völligen Chaos endest und es noch schlimmer ist wie vorher.

Teile Deine Aufgabe in kleine Schritte:

Also: Teile Deine Aufgaben in kleine Schritte, so dass Du sie in 20 Minuten schaffen kannst und danach nicht in einem riesigen Chaos versinkst. Dann überlege Dir am Ende der 20 Minuten, was der nächste kleine Schritt sein könnte, den Du in den nächsten Tagen in 20 Minuten angehen könntest.

Bringen 20 Minuten wirklich was?

Vielleicht denkst Du jetzt, dass 20 Minuten ja gar nichts bringen. Was soll man in 20 Minuten schon erreichen? Ich habe zum Beispiel vor ein paar Jahren mit dieser Methode meine Doktorarbeit fertig geschrieben. Ich hatte einen neuen Job angefangen und hätte meine Doktorarbeit „nur“ noch fertig schreiben müssen. Also ich mich für den neuen Job entschieden hatte, dachte ich, dass das leicht wäre und ich das locker in einem Jahr schaffe. Ein Jahr später merkte ich dann, dass ich mich meistens davor drückte an meiner Arbeit zu schreiben und auch immer mehr Angst vor dem Thema aufbaute. Da fing ich an nach Methoden zu suchen, die mir dabei helfen, den Anfang zu finden und regelmäßig zu schreiben. Es dauerte noch eine Weile, bis ich merkte, dass es mir hilft eine feste Zeit festzulegen und diese täglich einzuplanen, bedingungslos. Als ich das realisiert hatte, kam auf einmal wahnsinnig Fahrt in mein Projekt. Ich setzte mich jeden Morgen vor der Arbeit oder abends direkt nach der Arbeit für 20 Minuten an meine Doktorarbeit und schrieb drauf los oder las einen Artikel. Manchmal kam ich nicht wirklich weit in dieser Zeit und war froh, wenn mein Wecker klingelte und an anderen Tagen war ich so im Flow, dass ich gar nicht aufhörte, sondern einfach noch 2 Stunden weiter arbeitete, weil es mir so Spaß machte.

Es ging also gar nicht darum, immer in den 20 Minuten Großes zu leisten oder tolle Text zu schreiben. Was mich wahnsinnig weiter brachte, war es, dass ich immer im Thema drin war, da ich ja täglich daran arbeitete und ich hatte es so geschafft, mir den Anfang leicht zu machen. Es wurde sehr schnell zur Gewohnheit und fiel mir Tag für Tag leichter.

Und so nutze ich auch heute noch die 20 Minuten Methode um Dinge in Angriff zu nehmen, vor denen ich mich drücke. Auch meinen Klienten bringe ich diese Methode oft bei und bin immer wieder erstaunt, was sie damit erreichen.

Die Methode hat außerdem noch eine Nebenwirkung:

Du stärkst Dein Selbstvertrauen. Dadurch, dass du unangenehme Dinge anpackst und nicht mehr aufschiebst, wirst Du selbstsicherer und realisierst, dass Du es schaffen kannst. Du stärkst damit das Gefühl, dass Du Dein Leben in der Hand hast und lernst, Dir selbst mehr zu vertrauen.

Also probier es doch einfach an diesem Wochenende mal aus und stell Dich einem Thema, das Du schon länger vor Dir her schiebst. Und: Hinterlasse mir gerne einen Kommentar über Deine Erfahrung! Ich bin gespannt, wie die Methode bei Dir funktioniert!