Was bringt mir Perfektionismus?

Oft haben wir das Gefühl alles perfekt machen zu müssen. Wir wollen perfekte Arbeit abliefern, perfekt für die Prüfung vorbereitet sein, die perfekte Party schmeißen, das perfekte Geschenk aussuchen oder das perfekte Essen kochen.

Allerdings ist unsere Vorstellung von perfekt sehr subjektiv und immer mal wieder macht man die Erfahrung, dass 80% unserer Leistung auch ausgereicht hätten, um eine Aufgabe gut zu lösen oder Anerkennung von Anderen zu erlangen. Oft sind wir selbst mit uns viel kritischer als alle Anderen. Andererseits kann Perfektionismus auch Teil unseres Erfolgs sein. Dann sollten wir ihn uns auf keinen Fall abgewöhnen.

Die Frage ist also, wann ist Perfektionismus gut für mich und wann ist er unnötig und bringt mir eigentlich keinen Gewinn, sondern kostet mich nur Zeit?

In meiner Arbeit hilft mir mein Perfektionismus dabei hohe Ansprüche zu haben und mir Ziele zu setzen. Vielleicht erreiche ich nicht immer genau diese Ziele, allerdings würde ich ohne Perfektionismus evtl. gar keine Ziele erreichen. Ich habe allerdings auch gelernt, es ab einem gewissen Punkt gut sein zu lassen und nicht mehr an Präsentationen, Texten usw. herumzuändern.

Wenn wir früher gemalt oder gebastelt haben, hat meine Mutter immer gesagt: „Du musst aufhören, wenn du grade so zufrieden bist“. Und meistens hatte sie recht. Wenn ich trotzdem weitergemalt hatte, habe ich es meistens nicht mehr besser, sondern schlechter gemacht.

Das, was uns grade so zufrieden stellt, ist meistens eine gute Basis. Nur wenn man dann noch die Chance sieht, es wesentlich zu verbessern, dann lohnt es sich weiterzumachen. Wir müssen nicht immer die besten Werke abliefern, in den meisten Fällen reicht ein solides, gutes Ergebnis. Egal ob beim Essen, bei der Arbeit oder bei einer Prüfung.

Also, was fällt Ihnen zum Thema Perfektionismus ein?